Von Claudia Wittmann.
Warum weit reisen, wenn der Lac Léman so ein vielseitiges Segelrevier ist? Und warum immer dicke Schiffe? Mehrere Mal waren wir komfortabel gecruist, diesmal sollte es «pures» Segeln sein. «Nur» Schiff, keine Küche, kein WC, 7.65m Länge.
Ein bisschen Aufregung war schon dabei. Würde eine sechstägige Tour auf einer Surprise wirklich Spass machen?
Dann empfing uns das Schiff im Hafen: rot-rosa gestreift, die ganze Topas im konsequent passenden Farbkonzept. Eine angenehme Überraschung, ein derart liebevoll renoviertes Schiff anzutreffen. Ein einziger Zug am Anlasser des Ausserborders und er schnurrte, optimal eingestellt im Standgas, wie ich es selten erlebt habe. So war auch «zigsaquer» im Hafen Morges eine wahre Freude.



Die Segeleigenschaften der Surprise sind keine Überraschung, sie läuft wunderbar bei wenig Wind, lässt sich von viel Wind nicht beirren, wenn man vorausdenkt und das Vorsegel wechselt, was überraschend schnell gemacht ist.
Abends lagen wir in Genferseeart mit dem Heck an der orangen Gästeboje fest, Bug am Steg, Essen auf unserem Gasgrill. Einen Liegeplatz fanden wir immer.
Unterwegs trafen wir Surprise-Familien, die zu viert unterwegs waren.
Wir nutzten zu zweit die kurze, breite Bugkoje und die lange, schmale Seitenkoje. Mit hochgezogenem Hubkiel schaukelte die Topas ruhig in den Wellen.
Auch nach vielen Genfersee-Erkundungen wurden wir noch überrascht:
Die ausgelassene Party in Nernier, unserem entspannten Lieblingsort, die Ruhe im Hafen des Naturschutzgebiets Aubonne mit dem wunderbaren Sonnenuntergang, der hübsche Hafen Pully bei Lausanne. Sehr erfreulich und wenig überraschend waren die immer sehr charmanten Hafenmeister.
Die grösste Überraschung erlebten wir, als es uns an einem Morgen gelang, Tickets fürs Paleo-Festival zu ergatterten. Wir machten nahe Nyon fest und verbrachten einen Flautetag mit Musik statt mit Segeln.
Die Surprise scheint auf dem Genfersee ein echtes Herdenschiff zu sein. Zahlreiche Exemplare sind hier unterwegs, besonders im Juli, wenn sie sich bei der traditionellen Regatta „5 Jours du Léman“ miteinander messen.
Sechs Tage auf der Topas waren ein echtes Vergnügen.
Zugegeben: Ich zelte begeistert gerne. Nahe dran an allem, den Kaffee morgens verschlafen draussen auf dem Gaskocher brauen. Ein Genuss.
Dazu hatten wir perfekte Bedingungen: super Wind, nie Regen, Temperaturen unter 30 Grad.
Natürlich gab es kleine Pannen. Aber das ist keine Überraschung. Das gehört zum Segeln dazu.
Topas, das war nicht unsere letzte Begegnung!
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Hast Du Lust auf einen kleinen Ausflug mit der Topas bekommen?
Hier gehts zur Reservation: https://ube-testing.sailcom.ch/de/produkt/topas/